Um Ihr Unternehmen kennenzulernen und sich einen ersten Überblick zu verschaffen, benötigt der Factoringanbieter Informationen
Bei Wolf Factoring erhalten Sie dafür zunächst einen kurzen Analysebogen zum Ausfüllen, in dem Sie zentrale Kennzahlen (Umsatz, Debitorenzahl, durchschnittliche Rechnungsgröße, Zahlungsziele etc.) eintragen. Alle Daten werden selbstverständlich streng vertraulich behandelt.
Hauptsächlich verlangen Factoringanbieter Unterlagen wie
Diese Unterlagen geben Auskunft über die Wirtschaftlichkeit Ihres Unternehmens und ermöglichen die Bonitätsprüfung. Im Bedarfsfall werden auch Planzahlen und Angaben zum Auftragsbestand angefordert, um zukünftige Umsätze und Liquiditätsbedarfe abzuschätzen. Zusammen mit Ihrem ausgefüllten Analysebogen werden diese Unterlagen zur Einschätzung Ihrer finanziellen Situation ausgewertet.
Ein zentrales Dokument ist die Offene-Posten-Liste aus der Debitorenbuchhaltung. Darin sind alle zum Stichtag noch offenen Kundenrechnungen mit Fälligkeit aufgeführt – idealerweise als Summen- und Saldenliste. Der Factoringanbieter braucht diese Liste, um das Volumen und die Laufzeiten Ihrer Forderungen zu prüfen. Forderungsliste und Debitorendaten helfen ihm, Ihren Debitorenstamm kennenzulernen und abzuschätzen, wie viele Forderungen künftig in den Ankauf kommen und wie eventuelle Risiken aussehen könnten.
Damit der Factoringanbieter sicher sein kann, dass die verkauften Forderungen rechtlich wirksam übertragen werden dürfen, prüft er Ihre relevanten Vertrags- und Abrechnungsunterlagen. Dazu gehören
So kann der Factoringanbieter erkennen, ob Vereinbarungen wie längere Zahlungsziele oder Abtretungsverbote enthalten sind. Forderungen, deren zugrunde liegende Verträge ein Abtretungsverbot vorsehen, können beim offenen Factoring nicht übernommen werden. Die bereitgestellten Beispieldokumente ermöglichen dem Factoringanbieter einen Einblick in Ihre internen Abläufe sowie die Qualität und Nachvollziehbarkeit Ihrer Unterlagen – etwa hinsichtlich der vollständigen Leistungserbringung, bestehender Verrechnungsvereinbarungen oder anderer vertraglicher Besonderheiten.
Es werden auch allgemeine Firmendaten benötigt, um die Rechtmäßigkeit Ihres Unternehmens zu überprüfen. Dazu zählen zum Beispiel
Häufig wird vom Factoringanbieter auch ein Organigramm verlangt. Bei Personengesellschaften kann auch eine Liste der Inhaber und Gesellschafter sowie bei Einzelfirmen eine Bestätigung der Inhaber angefordert werden.
Diese Unterlagen dienen der Identifikation Ihres Unternehmens und der Feststellung von Vertretungsberechtigungen.
Alle geforderten Unterlagen dienen der Risiko- und Konditionsprüfung. Anhand Ihrer Abschlüsse und BWA prüft der Factoringanbieter Ihre Bonität und finanzielle Stabilität. Die Debitorenliste gibt dem Factoringanbieter einen Überblick über Ihren Kundenstamm und ermöglicht die Prüfung von Bonitäten und Warenkreditversicherungslimits. Das ist wichtig, um realistisch einschätzen zu können, inwiefern Factoring möglich ist und wie sich Ihre Liquiditätssituation dadurch verbessern lässt. So entsteht frühzeitig ein gemeinsames Verständnis über die darstellbare Factoringlösung.
Durch die Verträge, Rechnungen und AGB lässt sich außerdem erkennen, ob Ihre Forderungen auch rechtlich einwandfrei abgetreten werden können. Nur so kann ein maßgeschneidertes Angebot erstellt und eine erste Einschätzung zu möglichen Debitorenlimits vorgenommen werden.
Vollständige Unterlagen beschleunigen den Prozess. Sobald alle Unterlagen Ihrerseits vorliegen, startet die Prüfung Ihres Antrags. In der Regel erhalten Sie bereits wenige Tage nach Einreichen Ihrer Unterlagen eine Rückmeldung, ob die Finanzierungsentscheidung positiv ausfällt oder nicht.
Wenn Sie noch weitere Fragen dazu haben, können Sie uns gerne kontaktieren.